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Reiseknigge Frankreich

Obwohl Franzosen und Deutsche Nachbarn sind, so gibt es gesellschaftlich doch erhebliche Unterschiede. Was in Deutschland als normal erachtet wird, das kann in Frankreich durchaus für Kopfschütteln sorgen. Grundsätzlich gilt aber auch oft: egal was Deutsche machen, es wird nie ganz richtig sein. Aber man kann sich zumindest auf einige Dinge einstellen und sich so nicht komplett der Lächerlichkeit in Frankreich preisgeben. Eine gewisse Besonderheit ist sicherlich, dass dem Franzosen üblicherweise ein großer Nationalstolz zu eigen ist. Man ist stolz auf die große Vergangenheit des Landes. Auch eine gewisse ständische Ordnung ist eigentlich immer erkennbar: in Frankreich gibt es eine große Oberschicht, die gerne unter sich bleibt. Dazu gibt es in Frankreich auch eine immer wieder gut erkennbare Schicht an Intellektuellen bzw. Künstlern, die ebenso gerne unter sich sind.

Anrede in Frankreich

Mit dem spontanen Du sollte man sich in Frankreich zurückhalten. Franzosen duzen sich erst, wenn sie sich länger kennen. Recht üblich ist die Sie Anrede plus Vornamen. Ansonsten gelten als Anrede typischerweise Monsieur für Männer und Madame für Frauen.

Handschlag

Begrüßung in Frankreich

Der berührungslose Kuss wird gerne in Frankreich benutzt. Dabei ist der Kuss eben kein Kuss, sondern ein Hauch dessen und er wird doch eher unter Menschen ausgetauscht, die sich kennen bzw. die einem gleichen Stand angehören. Zur Begrüßung reicht auch ein Händedruck mit Augenkontakt - Händeschütteln ist eher unüblich, auch der Händedruck soll nicht zu kräftig sein. Zur Begrüßung nutzt man am besten das allgegenwärtige Bonjour (boschur). Das Salut (salü) nutzt man eher unter Bekannten.

Einladung

Eingeladen werden in Frankreich

Man muss festhalten, dass eine private Einladung etwas Besonderes in Frankreich ist. Diese Ehre wird einem nicht oft zu teil. Zur ersten Einladung bringt man üblicherweise eine Kleinigkeit mit (Blumen, Naschwerk oder ähnliches). Es werden in Frankreich üblicherweise keine Chrysanthemen bzw. rote oder gelbe Blumen geschenkt. Die Blumen werden der Gastgeberin normalerweise schon am Morgen der Einladung zugestellt. Die Einladung zum Abendessen gilt dabei als die höchste Form der Ehrbezeugung in Frankreich. Dementsprechend darf hier das Gastgeschenk größer bzw. hochwertiger sein. Wer Wein schenken will, der sollte sich etwas auskennen. Denn Franzosen sind ja bekanntlich selbst in der Regel große Weinkenner.

Essen

Essen und Trinken in Frankreich

Normalerweise wird einem im Restaurant vom Kellner ein Platz zugewiesen. Also nicht sofort an irgendeinen Tisch gehen und hinsetzen. Eine Ausnahme bildet hier das einfachere Cafe, Bars oder Brasserien. Hier hat man in der Regel freie Platzwahl. Auch an typischen Touristenlokalen wird man sich zwangloser geben.

Wer in Frankreich speist, der nimmt normalerweise vor dem Essen auch den dort beliebten Aperitif. Er gehört zum Essen. Während man den Aperitif in Ruhe genießt, wählt man die Speisen aus. Man sollte im Restaurant nie nach dem Kellner rufen, sondern ihm dezente Zeichen geben.

Geflügel wird in Frankreich in der Regel mit Messer und Gabel verzehrt. Das Essen mit den Händen wie in Deutschland gilt als unfein. Dafür darf man das Baguette jederzeit mit den Händen abbrechen und es gilt als fein, wenn man immer einen Anstandsrest auf dem Teller liegen lässt.

Während des Essens spricht man in Frankreich nicht über geschäftliches!

Dresscode

Kleidung in Frankreich

Grundsätzlich mag man es in Frankreich immer zumindest passend und gut aussehend. Auch in der Freizeit trägt man nicht nur leger, sondern eben elegant leger oder elegant sportlich. Grundsätzlich angemessen muss man sich im Rahmen von Geschäftstreffen, in besseren Restaurants bzw. zu öffentlichen Anlässen kleiden.

Trinkgeld

Trinkgeld in Frankreich

Es gibt hier keine feste Regelungen, aber Trinkgeld wird durchaus gerne gesehen. Üblicherweise gibt man zwischen 5 bis 10%. In Gaststätten sollte man sogar mit 15% Trinkgeld planen.

Dresscode

FKK, Oben Ohne Baden in Frankreich

Grundsätzlich ist Nacktbaden nicht überall erlaubt. Es gibt auch Badeseen, an denen ein ausdrückliches FKK-Verbot/Oben-Ohne Verbot besteht (an das sich vor allem Einheimische selten halten!). Grundsätzlich haben Franzosen aber kein Problem mit Nacktheit. Aber der Franzose ist auch hier Genussmensch. Er erwartet, dass der, der sich entblößt, sich das auch leisten kann. Das heißt im Klartext: wer einen wohlgeformten Körper besitzt, der darf sich gerne nackt zeigen - alle anderen nicht. Da erwartet man dann doch etwas Zurückhaltung.

Es gibt in den Touristenhochburgen viele FKK-Resorts. In Südfrankreich kann man sich spezielle FKK Campingplätze bzw. sogar FKK-Dörfer und Siedlungen suchen. Die haben dann meist eigene und abgeschottete Strände. Vorsicht: auf Korsika z. B. ist FKK verboten, das Ablegen des Oberteiles kostet Strafe.

Auto fahren in Frankreich

Grundsätzlich sind Franzosen signalfreundlicher. Man hupt gerne und gibt gerne Lichtsignale. Erhält man so ein Lichtsignal, so könnte das durchaus vor einer Radarfalle warnen.

Bahnfahren in Frankreich

Gepäck in der Bahn, das keine Adressanhänger hat, wird ziemlich restriktiv von Bediensteten konfisziert. Also: wer mit der Bahn anreist, sollte immer Adressanhänger an die Gepäckstücke hängen.

Taxi fahren in Frankreich

Französische Taxifahrer sind bekannt dafür, dass sie keine Beifahrer mögen. Wer mitfährt, der sollte immer hinten mitfahren. Vorne fährt man nur dann mit, wenn die Rückbank nicht mehr ausreicht.

Sonstiges

Wie schon erwähnt: Franzosen gelten als Genussmenschen. Man sollte sich also immer etwas anstrengen, um nicht negativ aufzufallen. Ordentliche Kleidung ist ein Muss. Auch ein ordentliches Verhalten ist zwingend - das geht soweit, dass man in der Öffentlichkeit nicht hemmungslos Naseputzen sollte. Man kommt gut weiter, wenn man immer sehr höflich bleibt. Wer häufig Redewendungen wie Pardon (Verzeihung), Excusez-Moi (Entschuldigung), S'il Vous Plait (Bitte) oder Merci (Danke) nutzt, der hat es ganz klar leichter.Im Gespräch hat sich der Konjunktiv bewährt. Vermeiden sollte man politische Themen und auch das Thema II. Weltkrieg. Außerdem will der Franzose nicht immer gerne nach dem Privatleben befragt werden. Auch jedwede Kritik am Land sollte besser unterbleiben. Ganz interessant: das bei uns typische Zeichen für o.k. (Daumen und Zeigefinger werden zum Ring geformt, die anderen Finger nach oben abgespreizt) steht in Frankreich eher für das Zeigen des Stinkefingers.


Weitere Infos zum Thema Frankreich

» Urlaub Wegweiser Frankreich: Weiterführende Infos zu Frankreich.

» Optimale Reisezeit Frankreich: Informationen zur optimalen Reisezeit für Frankreich.


 

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