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Reiseknigge China

China ist einerseits durch das besondere politische System geprägt, welches zumindest in der Vergangenheit eine Abschottung vom Rest der Welt bedeutete. Daher sind Touristen z. B. in ländlichen Regionen immer noch eine gewisse Besonderheit und die Langnasen werden nicht selten besonders intensiv beobachtet. Auf der anderen Seite überrascht die Mischung aus unterschiedlichsten Glaubensformen, umso mehr, weil China offiziell atheistisch ist. Im Land spielen die Traditionen eine nicht zu unterschätzende Rolle, stellenweise spiegelt sich das in einem vom Aberglauben geprägten Verhalten wieder.

Handschlag

Begrüßung in China

In touristischen Regionen haben sich die Menschen auf den in Europa gängigen Handschlag zur Begrüßung eingestellt, ansonsten ist in China eher eine kurze Verbeugung zum Zweck der Begrüßung typisch. Dabei gibt es Rangsysteme: der höhere Rang wird normalerweise vor dem niedrigen gegrüßt, Ältere vor Jüngeren und Männer vor Frauen. Als Mann begrüßt man eine Frau nur dann mit Händeschütteln, wenn diese das erkennbar anbietet! In China ist es sehr üblich, dass man bei der Begrüßung seine Visitenkarte überreicht. Diese wird mit beiden Händen übergeben, beim Überreichen sagt man seinen Namen. Diese Visitenkarte spielt in China wirklich eine wichtige Rolle. Wenn man von seinem Gegenüber eine Visitenkarte erhält, dann sollte man sie immer durchlesen - alles andere gilt als unhöflich. Die eigene Visitenkarte sollte man nie aus der Hosentasche oder dem Geldbeutel ziehen. Am besten man bewahrt sie in der Brusttasche auf.

Einladung

Eingeladen werden in China

Wer eingeladen wird, bringt in der Regel ein Gastgeschenk mit. Je höherrangig der Gastgeber, desto größer das Geschenk. Wenn ein Geschenk verpackt wird, so sind die Farben weiß und gelb zu vermeiden. Rot ist eine gute Farbe für Geschenke. Tabu sind auch: Uhren und Schirme. Normalerweise wird ein Geschenk mit beiden Händen noch im Stehen an den Gastgeber übergeben. Typischerweise wird sich der Beschenkte zunächst etwas gegen das Geschenk "wehren", es gilt aber das Prinzip, ihm das Geschenk so lange anzubieten, bis er annimmt. Das Geschenk wird aus Höflichkeit erst dann geöffnet, wenn die Gäste gegangen sind. Der Eingeladene spricht normalerweise eine Gegeneinladung aus. Bei geschäftlichen Einladungen ist Pünktlichkeit wichtig. Ganz gut ist es, wenn man China immer wieder lobt, ein paar Brocken chinesisch kommen immer gut an.

Dresscode

FKK, Oben Ohne Baden in China

Weder FKK noch oben ohne Baden ist in China erlaubt. Eine Frau sollte immer mindestens mit Badeanzug zum Baden erscheinen. Typisch ist sogar eine Art Übermantel als züchtige Bekleidung bis hin zu einer fast kompletten Verhüllung, welche dann aber vor allem zum Schutz vor der Sonne dient.

Dresscode

Kleidung in China

Wer Geschäfte macht, der sollte sich formell kleiden. Frauen sollten sich immer dezent kleiden. Offenherzige Kleidung wird nicht gerne gesehen. Im Alltag reicht einfache Kleidung, die aber sauber erscheinen sollte. In China ist weiß die Farbe der Trauer, weshalb man nicht unnötig weiß tragen sollte.

Auch hier konnte man zumindest bis vor kurzen vor allem in Shanghai ein Kontrastprogramm zu angemessener Kleidung erleben. In großen Teilen der weiblichen Bevölkerung war es Sitte, im Schlafanzug auf die Straße zu gehen und seinen Erledigungen nachzugehen. Die Stadtoberen versuchen diese Verhalten seit 2007 aus dem Stadtbild zu verdammen. Man will einfach nicht, dass Shanghai von ausländischen Besuchern als rückständig betrachtet wird. Tatsächlich kann man aber immer mal wieder Chinesinnen im Schlafanzug auf der Straße antreffen. Es ist einfach eine Sitte und die Befürworter schwärmen von der Bequemlichkeit dieser Kleidung.

Essen

Essen und Trinken in China

Teile des chinesischen Essens kennt man ja bereits. Dennoch ist die Speisekarte in China oft sehr speziell, vor allem werden bestimmte Gerichte mit etwas blumigen Namen umschrieben (Grashuhn entspricht in etwa Froschfleisch, Duftfleisch deutet auf Hund hin. Drachen könnte etwas mit Schlange zu tun haben, Tiger mit Katze). Wer eingeladen wird, überlässt dem Gastgeber die Bestellung. Aus Höflichkeit versucht man von allem und bezeugt, dass es gut schmeckt. Wenn man etwas nicht essen will, dann muss man es begründen (Vegetarier, Unverträglichkeit...). Als Gast darf und sollte man in China immer zuerst mit dem Essen anfangen. In China schenkt man sich nie selbst nach, sondern man schenkt einander ein. Wer nichts mehr trinken will, lässt die Tasse/das Glas einfach halbvoll stehen. In China darf man durchaus laut essen, Schmatzen ist normal ebenso wie ein Bäuerchen. Als sehr unfein gilt jedoch das Schnäuzen am Tisch, da sollte man sich zuvor vom Tisch entfernen. Tabu ist, wie in vielen asiatischen Ländern, dass die Stäbchen in den Reis gesteckt werden. Stäbchen sollte man immer neben der Schale ablegen, nicht quer über die Schale legen. Die eigenen Stäbchen haben nichts auf gemeinsamen Speiseplatten zu suchen, also dort niemals mit den eigenen Ess-Stäbchen herumstochern. In China geht man nach dem Essen üblicherweise an die Bar und nimmt ein paar Drinks zu sich. Dabei kann es feuchtfröhlich werden. Man sollte dabei aber nie vergessen: betrunken sein in der Öffentlichkeit gilt in China als unfein und schwach.

Eine gewisse Besonderheit ist sicherlich die oftmals beeindruckende Lautstärke beim Essen. Es ist tatsächlich so, dass Chinesen traditionell beim Essen relativ ungehemmt rülpsen, wenn ihnen danach ist. Allerdings muss man sagen, dass dieses Verhalten dem Staat mittlerweile mehr als peinlich ist. Tatsächlich erging deshalb vom KP-Steuerungskomitee für geistige Zivilisation im Jahr 2006 ein Verhaltensknigge für Chinesen, wenn sie sich im Ausland aufhalten. Dort wurde dringend angeraten, bei Tisch nicht zu rülpsen. Desweiteren riet man den Leuten, nicht in der Öffentlichkeit zu spucken und auch die Lautstärke bei Handy-Gesprächen etwas herunterzufahren!

Fotografieren

Fotografieren in China

Bevor man Fotos von Menschen machen will, sollte man vorher immer um Erlaubnis fragen. Fotografieren auf Flughäfen ist verboten, auch in einigen Tempeln darf man nicht fotografieren. Das Fotografieren von militärischen oder staatlichen Einrichtungen ist immer problematisch, man sollte hier immer vorher um Erlaubnis fragen.

Tabu, Dos And Donts

Tabu: Schnäuzen in der Öffentlichkeit

Schnäuzen in der Öffentlichkeit gilt als extrem unfein und ist in China tabu. Wer schnäuzen muss, der sollte eine Toilette aufsuchen.

Nicht ungewöhnlich: Spucken in der Öffentlichkeit

Geradezu in scharfem Kontrast zum vorgenannten Schnäuzen in der Öffentlichkeit steht die Angewohnheit der Chinesen, in der Öffentlichkeit oft und gerne zu spucken. Wie oben erwähnt, scheint das dem KP-Steuerungskomitee für geistige Zivilisation aber auch etwas peinlich zu sein. Deshalb hat man die Landsleute zumindest bei Aufenthalten im Ausland gebeten, das Spucken in der Öffentlichkeit möglichst zu unterlassen.

Trinkgeld

Trinkgeld in China

Trinkgelder sind in China weniger üblich, sie können u. U. sogar beleidigend wirken.

Unterhaltung

Unterhaltung in China

Der Chinese kommuniziert immer mit Bedacht auf die Harmonie. Nur selten wird man Chinesen ganz energisch erleben, sie lehnen selten ab. Um die Harmonie zu erhalten, bleibt der Chinese thematisch eher unbestimmt. Was mit Aussagen wirklich gemeint ist, wird erst später klar. Auch Notlügen werden in China durchaus gerne genutzt, um die Harmonie zu erhalten. Politische Themen sollte man grundsätzlich meiden, Lobreden über China werden immer gerne gehört. Ähnlich wie in Vietnam ist es immer sehr wichtig, das Gesicht zu wahren. Deshalb versucht man auch immer, sich mit konkreten Aussagen gegenüber anderen zurück zu halten. Damit soll der nicht bloßgestellt werden. Ebenfalls eher weniger beliebt ist es, dass man sich bei der Unterhaltung direkt in die Augen schaut oder mit dem Finger auf andere zeigt. In China ist es oft üblich, dass man im Rahmen von Besprechungen und Meetings eine Zigarette erhält. Scheinbar macht es sich grundsätzlich gut, diese zumindest anzunehmen. Als Nichtraucher sollte man diese dann einfach als Geschenk annehmen und z. B. in die Brusttasche stecken.

China, auch ein Land des Lächelns

Auch China ist so ein Land, in dem Lächeln Trumpf ist. Der Chinese versucht es im Normalfall zu vermeiden, direkte Kritik zu üben oder gar herumzuschreien. Wie oben schon beschrieben, möchte man den Gesichtsverlust des anderen vermeiden. Dementsprechend wird Kritik kaum geäußert, typischerweise wird einem der Chinese stets mit einem Lächeln begegnen, auch wenn man laut wird. Schreien hilft nix, es wirkt im Gegenteil äußerst unzivilisiert. Direkte Kritik wird ebenso als unkultiviert betrachtet.


Weitere Infos zum Thema China

» Urlaub Wegweiser China: Weiterführende Infos zu China.

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