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Reiseknigge Schweiz

Die Schweiz ist direkter Nachbar von Deutschland. Weltberühmt ist die Schweiz für ihre immerwährende Neutralität. Das Land hält sich aus Kriegen heraus und leistet nur humanitäre Hilfe. Die Schweiz hat sich außerdem stets einem Beitritt zur EU verschlossen. Innenpolitisch sind gerade EU und Neutralität (incl. dem berühmten Bankgeheimnis) in den letzten Jahren immer wieder heiß diskutierte Themen. Innerhalb der Schweiz kann man drei große Sprachregionen unterscheiden: Italienisch, Französisch und Schweizerdeutsch. Die betroffenen Regionen haben dann auch jeweils immer etwas vom Lebenstil dieser Länder. Gleichzeitig bildet die Sprache bzw. der Umgang mit der Sprache in vielen Bereichen die Grundlage für den typisch Schweizerischen Stil (besonders was die Themen Höflichkeit, Zurückhaltung und Geduld betrifft). Grundsätzlich fällt in der Schweiz auch das Festhalten an Tradition und Brauchtum im Zusammenhang mit einem starken Regionalstolz auf. Auch im sozialen Bereich spürt man das, u. a. durch die Achtung vor älteren Menschen. Eine weitere Besonderheit der Schweizer ist ihr ausgeprägter Sinn für Ordnung und Sauberkeit.

Handschlag

Begrüßung in der Schweiz

In Schweiz begrüßt man sich meist per Handschlag. Grundsätzlich ähnelt das der Begrüßung in Deutschland. Die Verwendung des Gruezi sollte man sich gut überlegen. Zumindest wurde das immer wieder heiß diskutiert. Was von dem einen als Anbiederung betrachtet wird, wird jedoch von anderen als eine nette Geste betrachtet. So gesehen dürfte die Verwendung des Gruezi im Schweizerdeutschen Raum auch in Ordnung gehen.

Dresscode

Kleidung in der Schweiz

In der Schweiz gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland. In der Freizeit darf es leger sein, im Berufsleben abhängig von der Branche konservativ chic. Zu offiziellen Anlässen wird angemessene Garderobe erwartet. Man trägt in der Schweiz auch gerne traditionelle Kleidung, oft in direkter Verbindung zur jeweiligen Region. Das Tragen solcher Kleidung macht aber, wie in den meisten anderen Ländern, für ausländische Besucher nur bedingt Sinn.

Einladung

Eingeladen werden in der Schweiz

Wer in Schweiz eingeladen wird, sollte doch ein paar Dinge beachten. Zunächst einmal darf man es getrost als eine Ehre bewerten, wenn man privat eingeladen wird. In der Schweiz ist man diesbezüglich nämlich eher zurückhaltend/abwartend. Zur Einladung sollte man unbedingt pünktlich kommen. Grundsätzlich ist ein Gastgeschenk immer sinnvoll. Das Geschenk soll qualitativ überzeugen, recht gut soll sich dabei eine Spezialität aus der Region machen, in der man sich gerade aufhält. Nach der Einladung bedankt man sich in der Regel am nächsten Tag beim Gastgeber noch einmal, ein Lob wird gerne gehört.

Essen

Essen und Trinken in der Schweiz

In Schweiz ähneln die Sitten im Prinzip denen Deutschlands. Grundsätzlich achtet man immer auf gute Benimmregeln, denn gerade die Schweiz ist bekannt für sein hohes Niveau mit hervorragend ausgebildetem Servicepersonal. Die Hoteliers im Land gehören zur Spitze der Welt. Wie bei uns, sind die Servicegelder in der Rechnung enthalten, man erwartet aber ein Trinkgeld. Nicht wundern sollte man sich beim Fondueessen über den immer noch gültigen Brauch, nachdem der Mann, dem Brot ins Fondue fällt, mit einem Getränk zahlen muss - die Frau mit einem Kuss. Was man vielleicht auch wissen sollte: das Käsefondue ist eine Besonderheit vor allem während der kalten Jahresezeit, in Sommer ist es nicht en Vogue.

Trinkgeld

Trinkgeld in Schweiz

Trinkgelder sind in Schweiz üblich und werden erwartet (im Schnitt 10% des Rechnungsbetrages).

Unterhaltung

Unterhaltung in der Schweiz

Die Sprache scheint einer der wesentlichen Knackpunkte im Verständnis der Schweizer Lebensart zu sein. Zunächst einmal kennt die Schweizer Sprache wenige Befehlsformen, man formuliert höflich mit Bitte und eventuell in Fragen statt in Forderungen (also nicht: "geben sie mir das" sondern etwa "könnten sie mir bitte das … geben"). Ebenso sollte man direkte Kritik stets meiden und auch hier besser auf großzügige Umschreibungen bauen. Ebenso mag man es nicht, wenn man sein Gegenüber nicht aussprechen lässt. Eine Besonderheit ist sicherlich das Schweizerdeutsch an sich.

Schweizerdeutsch, eine eigene Sprache

Schweizerdeutsch ist kein Dialekt der Deutschen Sprache. Es gehört zwar zum Stamm der Indogermnischen Sprachen, bildet hier aber eine eigenständige Sprache. Das führt zu einigen Wirrungen und Irrungen auf beiden Seiten. Fachleute gehen z. B. davon aus, dass die Nutzung von Hochdeutsch auf den Schweizer leicht arrogant wirken kann, weil sich Schweizer dann sprachlich unterlegen fühlen. Ob das nun wirklich so ist oder nicht, weiß ich nicht wirklich. Tatsächlich wird einem ein Schweizer im Gespräch kaum einen Vorwurf machen, wenn man hochdeutsch spricht (weil man es eben nicht anders kann). Recht gut soll sich machen, wenn man seinen eigenen Dialekt (so vorhanden) in sein Deutsch einfließen lässt. Angeblich soll das besser ankommen und weniger arrogant wirken. Da das Schweizerdeutsch eine eigenständige Sprache bildet, unterscheidet sich das Vokabular stellenweise kräftig von dem bei uns üblichen. Man muss beileibe kein Schweizerdeutsch sprechen, wenn man als Deutscher in der Schweiz ist (das kann eher negativ wirken). Es kann sich aber extrem gut machen, wenn man einige typische Worte des Schweizerdeutsch kennt

Geduld, nicht Langsamkeit…

ist die Devise in der Schweiz. Das wird häufig belächelt und man bezeichnet den Schweizer an sich als Langsam. Tatsache ist: die Schweizer pflegen einen ruhigen und sachlichen Umgang in praktisch allen Lebenslagen. Damit haben sie zweifellos den einzig richtigen Stil getroffen. Man wird damit immer wieder konfrontiert und gerade der typische Deutsche wird sich in der Schweiz irgendwann auch ohne zu Murren in eine Warteschlange einreihen (um zu bemerken, dass es nicht wesentlich länger dauert und vor allem stressfrei ist).

Weitere Infos zum Thema Schweiz

» Urlaub Wegweiser Schweiz: Weiterführende Infos zu Schweiz.

» Optimale Reisezeit Schweiz: Informationen zur optimalen Reisezeit für Schweiz.


 

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